Am Samstag, den 7. Oktober 2006, fand in Lohmar eine Kundgebung auf dem nördlichen Teil des Frouardplatzes in der Stadtmitte statt. Hierzu hatte die GRÜNE JUGEND Lohmar alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, eingeladen.
Unter dem provokanten Motto „Hier gibt es nichts zu sehen!“ wurden an einer 10m langen und 2m hohen Sichtschutzwand, die den Blick auf die gähende Leere des Frouardplatzes versperrte, Ideen für eine Nutzung des Frouardplatzes gesammelt. Vorbereitete Umfragebögen sollten helfen, ein umfassendes Meinungsbild der Bürger zu bekommen.

Manuel Peter (18), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Lohmar, erklärt: „Wir haben festgestellt, dass viele Bürger wie wir der Meinung sind, dass der Platz nach der Umgestaltung zwar offener geworden ist, aber ohne Bepflanzung oder einen optischen Bezugspunkt die nackte Fläche einfach nicht attraktiv wirkt. Vor dem Umbau war der Platz deutlich einladender. Nur jeder fünfte der Befragten konnte die Aussage «Der Platz lädt zum Verweilen ein» teilen und vier von fünf Menschen fanden den Platz gar vor dem durch schwarz-rot beschlossenen Umbau attraktiver.“

Doch es blieb nicht bloß beim Meckern, auch Vorschläge wurden eingeholt: Fast alle Bürgerinnen und Bürger (90%) wünschen sich zum Beispiel wieder eine stärkere Bepflanzung. Vorstandsmitglied Felix Feustel (19) führt fort: „Es gab auch ganz konkrete Hinweise. Jüngeres Publikum sprach sich im Sommer für einen Beachclub auf dem Platz aus. Und eine ältere Dame wünschte sich, dass die Bänke andersherum stehen – dann würde sie die schöne Herbstsonne auch richtig genießen können und nicht bloß im Nacken haben.“ Auch eine deutlichere Trennung zum Parkbereich ist einer großen Mehrheit (über 83%) ein wichtiges Anliegen.

Neben weiteren Anliegen wie in den Boden eingelassenen Hülsen als Schirmständer der anliegenden Gastronomen kam häufig der Wunsch nach einem „Spezialitäten“-Wochenmarkt (z.B. mit Produkten aus ökologischem Anbau) oder die Forderung nach Springbrunnen und Spielmöglichkeiten für Kinder.

Manuel Peter: „Es hat uns sehr gefreut, wie viele Lohmarer sich die Zeit genommen haben, aktiv an der Ideensuche mitzuwirken. Wir werden sowohl die kleinen, kurzfristig umsetzbaren Wünsche, als auch solche mit größerem Umbauaufwand jetzt in die Politik geben, um Lohmar ein Stück schöner zu machen.“

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