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Lohmar fegt los

Besonders auffallend: Extrem viele Glasscherben auf dem Spielplatz. Das ist nicht nur unschön sondern auch gefährlich.
Der Dreck um die Bänke konzentrierte sich vor allem auf Zigarettenstummel und Kronkorken bekannter Mixgetränke. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass in Lohmar auch Beschäftigungsmöglichkeiten am Abend geschaffen werden müssen.
Besonders bedanken wollen wir uns beim Zivildienstleistenden der Seniorenbegegnungsstätte Villa Friedlinde, der uns mehr als einmal unterstützte, indem er mit Materialien, Telefonaten und Stauraum half.
So konnten wir den Park und vor allem den Spielplatz von 10 Säcken Müll befreien.

In den Medien lässt die Aufmerksamkeit für die Menschenrechtsbewegung in Burma leider nach, umso wichtiger ist es Druck durch Kundgebungen und Demonstrationen auf die Internationale Gemeinschaft auszuüben sich endlich für einen Demokratisierungsprozess in Burma einzusetzen.
Am Samstag nahmen wir an einer Demonstration durch die Kölner Innenstadt teil. Der buddhistische Mönch Ashin Sopaka, eine Leitfigur der Proteste aus dem Exil, führte die Demonstration an und warb für neuerliche Veranstaltungen am 2. Oktober ab dem Wiener Platz und das Tragen von safranfarbener Kleidung.

Nach dem Protestmarsch unter Polizeibegleitung durch Köln endete die Kundgebung mit einem buddhistischen Friedensgebet auf der Domplatte. Weitergegeben sei der Aufruf über die Homepage von amnesty international an sog. Urgent Actions für politische Gefangene in Burma teilzunehmen.

Am Samstag, den 7. Oktober 2006, fand in Lohmar eine Kundgebung auf dem nördlichen Teil des Frouardplatzes in der Stadtmitte statt. Hierzu hatte die GRÜNE JUGEND Lohmar alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, eingeladen.
Unter dem provokanten Motto „Hier gibt es nichts zu sehen!“ wurden an einer 10m langen und 2m hohen Sichtschutzwand, die den Blick auf die gähende Leere des Frouardplatzes versperrte, Ideen für eine Nutzung des Frouardplatzes gesammelt. Vorbereitete Umfragebögen sollten helfen, ein umfassendes Meinungsbild der Bürger zu bekommen.

Manuel Peter (18), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Lohmar, erklärt: „Wir haben festgestellt, dass viele Bürger wie wir der Meinung sind, dass der Platz nach der Umgestaltung zwar offener geworden ist, aber ohne Bepflanzung oder einen optischen Bezugspunkt die nackte Fläche einfach nicht attraktiv wirkt. Vor dem Umbau war der Platz deutlich einladender. Nur jeder fünfte der Befragten konnte die Aussage «Der Platz lädt zum Verweilen ein» teilen und vier von fünf Menschen fanden den Platz gar vor dem durch schwarz-rot beschlossenen Umbau attraktiver.“

Doch es blieb nicht bloß beim Meckern, auch Vorschläge wurden eingeholt: Fast alle Bürgerinnen und Bürger (90%) wünschen sich zum Beispiel wieder eine stärkere Bepflanzung. Vorstandsmitglied Felix Feustel (19) führt fort: „Es gab auch ganz konkrete Hinweise. Jüngeres Publikum sprach sich im Sommer für einen Beachclub auf dem Platz aus. Und eine ältere Dame wünschte sich, dass die Bänke andersherum stehen – dann würde sie die schöne Herbstsonne auch richtig genießen können und nicht bloß im Nacken haben.“ Auch eine deutlichere Trennung zum Parkbereich ist einer großen Mehrheit (über 83%) ein wichtiges Anliegen.

Neben weiteren Anliegen wie in den Boden eingelassenen Hülsen als Schirmständer der anliegenden Gastronomen kam häufig der Wunsch nach einem „Spezialitäten“-Wochenmarkt (z.B. mit Produkten aus ökologischem Anbau) oder die Forderung nach Springbrunnen und Spielmöglichkeiten für Kinder.

Manuel Peter: „Es hat uns sehr gefreut, wie viele Lohmarer sich die Zeit genommen haben, aktiv an der Ideensuche mitzuwirken. Wir werden sowohl die kleinen, kurzfristig umsetzbaren Wünsche, als auch solche mit größerem Umbauaufwand jetzt in die Politik geben, um Lohmar ein Stück schöner zu machen.“

Frouardplatz Lohmar: Hier gibt es nichts zu sehen!

Frouardplatz Lohmar: Hier gibt es nichts zu sehen!

Am Samstag, den 7. Oktober 2006, findet ab 10:00 Uhr in Lohmar eine Kundgebung auf dem nördlichen Teil des Frouardplatzes statt. Hierzu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, herzlich eingeladen.

Die GRÜNE JUGEND Lohmar macht unter dem Motto „Hier gibt es nichts zu sehen!“ auf die fehlende Nutzung des Frouardplatzes und seine Trostlosigkeit nach dem Umbau aufmerksam.

Manuel Peter (18), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Lohmar, erklärt: „Zwar ist der Platz nach der Umgestaltung offener geworden. Doch ohne Bepflanzung oder einen optischen Bezugspunkt wirkt die nackte Fläche nicht attraktiv. Niemand fühlt sich dort zum Verweilen eingeladen. Wir stellen uns auch die Frage, was unsere Freundinnen und Freunde der Partnerstadt Frouard dazu sagen würden, wenn sie wüssten, wofür Name ihrer Heimatstadt verwendet wird. Wir wären ja auch sauer, wenn in Frouard die Mülldeponie nach ‚Lohmar’ benannt würde.“

Zwei Bänke und einige unattraktive und funktionslose Betonwürfel wirken verloren und machen den Frouardplatz als Aufenthaltsort nicht attraktiver. Die propagierte Offenheit wirkt in Wirklichkeit wie eine große Leere.

Ziel der Kundgebung am kommenden Samstag ist der Austausch von Ideen und Meinungen bezüglich der Nutzung oder Umgestaltung des Frouardplatzes. Hierzu soll eine großflächige Plakatwand die Sicht auf den ohnehin leeren Platz versperren. Auf dem künstlichen Sichtschutz können, wie bei einer Pinwand, Interessierte ihre Vorschläge anbringen. Diese werden ausgewertet und der Politik übergeben.

Manuel Peter: „Wir wollen wissen, was sich die Lohmarer von ihrem Marktplatz wünschen. Besteht Interesse an Außengastronomie auf dem Frouardplatz? Wie können sich Jung und Alt gleichermaßen in der Stadtmitte wohl fühlen? Kann Lohmars Stadtkern eine Alternative bei der Freizeitgestaltung von Jugendlichen darstellen?“