Es ist eine gut sich Gedanken über die Transferleistungen des Staates gerade für Kinder zu machen. Der aktuelle Regelsatz des Sozialgelds schließt junge Menschen von vielen Freizeitmöglichkeiten aus und schafft so Subkulturen. Eine drastische Erhöhung des Regelsatzes ist auch nach der kürzlichen Anpassung dringend notwendig. Ob es sinnvoll ist einige Leistungen wie Schwimmbad- oder Kinobesuch, Mitgliedschaften in Vereinen, Bücher oder Zeitschriften nicht bar, sondern in anderer Form aus zuschütten, muss diskutiert werden.
Wenn man diese Diskussion anstoßen will, soll man das sagen. Eine große Gruppe von Menschen zu beleidigen und Klischees zu unterstützen ist bestimmt nicht zielführend.
Es sei denn, man wollte diese Diskussion gar nicht, sondern nur mal wieder in die Presse kommen. Mit ähnlich absurden Aussagen hat das ja schon einmal funktioniert. Und jetzt brauchte man eine “plausible” Erklärung für seine Aussagen.
Ganz egal, ob Herr Mißfelder den eingangs beschriebene Sachverhalt als gesellschaftliches Tagesthema etablieren wollte oder jetzt nur eine Erklärung sucht: er und seine Parteifreunde sollten sich Überlegen, ob ein Mann, der wiederholt durch Beleidigung und Schmähung auffällt in einer christlichen Partei im Speziellen und in der Politik im Allgemeinen etwas zu suchen hat.
Man kann ihn natürlich auch walten lassen, bis der Nachwuchspolitiker jeden Menschen mit einem Pauschalurteil belegt hat. Rentner, Jugendliche und Erwerbslose hat er ja schon durch. Dann ist wenigstens jedem ganz klar, was man in dieser Partei als Mittel politischer Meinungäußerungen duldet.